» National Defense Force - Neuigkeiten - Zeusmission auf Lythium "Catch me, if you can" vom 09.03.2018
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Neuigkeiten


Am Freitag, den 09.03.2018, rückten wir als Special Forces der US Marines aus um in der Region Lythium ein Treffen eines Taliban-Warlords mit dem IS zu stören. Unser Ziel war es die Kontaktperson des IS gefangen zu nehmen.

Die Schwierigkeiten, die uns erwarteten, waren zum einen die hohe Feindpräsenz im Zielgebiet und zum anderen, dass wir zunächst feststellen mussten, ob das HVT bereits eingetroffen war. Sollte sie noch nicht vor Ort sein, hieße es, dass wir uns unbemerkt zwischen den Feinden verborgen aufhalten müssten.

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In der Nacht machten wir uns mit zwei HMMWVs auf den Weg. Wir wählten wohl bedacht eine Route, die einen großen Umweg darstellte. Je näher wir der AO kamen, desto mehr vermieden wir Straßen und belebte Dörfer. Doch selbst sehr abgelegene Siedlungen waren nicht verschont von der Tyrannei der Taliban. Denn an unserem geplanten Haltepunkt fanden wir ein brennendes Fahrzeug sowie einige Tote vor. Wir waren also gezwungen unseren Haltepunkt noch weiter vom HVT enternt zu wählen. Die Extraktion des HVT stellte sich bereits jetzt als äußerst problematisch dar.

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Wir ließen also die HMMWVs zurück und schlichen durch die Nacht geschützt auf das Zielgebiet zu. Wiederholt legten wir Pausen ein und begutachteten das uns vorausgelegene Gelände. Schnell wurde uns bewusst, dass ein Weiterkommen hier nur mit hohem Risiko verbunden ist. Nahezu auf jeder Erhöhung waren Spähposten der Taliban und somit war die Gefahr entdeckt zu werden zu groß. Die Vermutung, dass das HVT diese Nacht eintreffen würde, wurde dadurch jedoch gewisser.

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Nach alternativen suchend, erkannten wir, dass der Norden weniger gesichert schien und so entschlossen wir uns, den Versuch aus Westen vorzurücken, abzubrechen und zu den Fahrzeugen zurückzukehren. Dort angekommen saßen wir uns verlegten mit den HMMWVs über einen leichten Umweg in den Norden der AO.

Während eines Halts zum Aufklären, erkannten wir einen feindlichen Konvoi, von dem wir annahmen, dass er das HVT zum Treffen bringt. Mit dieser Bestärkung unseres Vorhabens setzten wir die Fahrt zu unserem neuen Haltepunkt fort.

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Von dort aus gingen wir erneut zu Fuß vor. Da wir hier, wie erhofft, deutlich weniger Feindpräsenz vorfanden, kamen wir schnell voran. Unsere AO, ein kleines Dorf, war zum Greifen nahe. Jedoch hatten wir noch zwei Spähposten, die wir zuerst ausschalten mussten. Der erste Posten war nördlich des Dorfes gelegen und war leicht zu bekämpfen. Unbemerkt konnten wir uns somit dem zweiten Posten zu wenden. Dieser war jedoch sehr nahe am Dorfrand gelegen.

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Nachdem wir uns an den östlichen Posten geschlichen hatten, begannen wir mit dem Feuerüberfall. Die Späher waren schnell beseitigt, allerdings diesmal nicht unbemerkt. Eine Patrouille im Dorf hatte etwas gehört und überprüfte den Spähposten. Die Situation drohte zu eskalieren. Daher war die Entscheidung sofort zu zugreifen getroffen und so drang ein Teil des Trupps unter Feuerschutz in das Dorf ein.

Gezielt wurden die Wachposten bekämpft und die Situation schien somit unter unserer Kontrolle. Doch dann kam unerwartet ein BTR über die Zugangsstraße angerollt und Zwang uns zum sofortigen Rückzug. Wir durften keinen Kampf mit dem BTR riskieren, wir hatten keinerlei Möglichkeit für die Bekämpfung.

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Unter Feuer eines bewaffneten Offroaders zogen wir uns nach Norden zurück. Immer wieder versuchten wir mit Nebelgranaten die Sichtlinie zu unterbrechen, doch das MG feuerte ununterbrochen weiter. Aber nicht mehr uns. Was war geschehen?

Auf unserer Rückzugsroute stießen wir erneut auf Taliban, diese jedoch wurden bereits beschossen. Von einem BTR. Die Situation versank im Chaos, welches wir nutzten um zu unseren Fahrzeugen zurückzukehren und die AO entgültig zu verlassen.

Ungewollt hat unser Eingriff in das Treffen für Chaos gesorgt. Scheinbar hat der IS den Angriff missverstanden und die Taliban für den Angreifer gehalten. Zwar konnten wir das HVT nicht gefangen nehmen, dennoch war der Auftrag ein Erfolg. Denn die Kooperation zwischen dem IS und den Taliban dürfte vorerst gescheitert sein.